Hast du abends im Bett oder beim Entspannen auf dem Sofa ständig das Gefühl, die Beine bewegen zu müssen? Wird das Gefühl von einem Kribbeln oder Ziehen in den Beinen begleitet? Dann könnte es sich um das Restless Legs Syndrom (RLS) bzw. unruhige Beine handeln. Was das ist, welche Ursachen es gibt und was hilft, erfährst du hier.

 

Was ist das Restless Legs Syndrom?

Das Restless Legs Syndrom ist das am häufigsten in der Neorologie vorkommende Syndrom. 5 bis 10 % aller Deutschen sollen betroffen sein, darunter doppelt so viele Frauen wie Männer.

Die Ursachen für unruhige Beine sind noch weitesgehend ungeklärt. Unruhige Beine erkennt man an einer starken motorischen Unruhe mit Missempfindungen (Kribbeln, Ziehen, Stechen, Zucken) in den Muskeln der Beine und ein daraus resultierender Bewegungsdrang.

Die Symptome treten insbesondere nachts und im Ruhezustand (zum Beispiel bei längerem Sitzen) auf. Unruhige Beine werden als unerträglich wahrgenommen. Zu den Folgen gehören Erschöpfung, Leistungsabfall, Schlafmangel und Übermüdung. Man unterscheidet zwischen primären und sekundären Restless Legs Syndrom.

Das primäre RLS tritt alleine auf, das sekundäre RLS als Folgeerscheinung. Man geht davon aus, dass Störungen des Gehirnstoffwechsels, insbesondere Dopamin das primäre RLS auslösen. In 40 % der diagnostizierten Fälle bestehen Hinweise auf eine Vererbung. Das sekundäre RLS kann verschiedene Ursachen haben.

Mögliche Ursachen für das sekundäre Restless Legs Syndrom bzw. unruhige Beine

  • Eisen-, Vitamin B12- oder Folsäuremangel
  • Medikamente
  • Schwangerschaft
  • Stoffwechselstörungen
  • Niereninsuffizienz
  • rheumatische Erkrankung
  • Erkrankung des peripheren Nervensystems
  • Erkrankung der Nervenwurzeln
  • Parkinson-Syndrom

5 Tipps gegen unruhige Beine

Die folgenden Tipps sollen dazu beitragen, das durch unruhige Beine verursachte Leiden zu beenden und die Symptome zu lindern.

Dazu gehören

  • Konsultieren eines Facharztes/Neurologen
  • Massage der Fußreflexzonen
  • Zufuhr von Vitamin B12, Eisen- oder Folsäuremangel
  • CBD Öl
  • Eine gesunde Ernährung und Lebensweise

1. Facharzt/Neurologen konsultieren

Sollte man einen Verdacht auf unruhige Beine haben, ist es sinnvoll einen Facharzt/Neurologen aufzusuchen. Dieser diagnostiziert welche Art Restless Legs Syndrom vorliegt. Bei einem primären RLS erfolgt in der Regel eine dopaminerge Therapie, die auch zur Behandlung von Morbus Parkinson angewandt wird.

Die Behandlung führt zwar in vielen Fällen zur Linderung des RLS, hat aber oft sehr starke, unangenehme Nebenwirkungen. Bei einem sekundären RLS wird die Ursache behandelt, was zu einer Linderung oder Verschwinden des RLS führt. Es ist daher wichtig, dass Sie mit Ihrem Facharzt auch alternative Behandlungsmöglichkeiten besprechen.

2. Fußreflexzonenmassage

Auch eine Massage der Fußreflexzonen soll gegen unruhige Beine helfen. Die Reflexzonenmassage ist eine Behandlungsform, welche unter der Annahme erfolgt, dass beispielsweise Fußreflexzonen bestimmte Teile des Körpers wiederspiegeln und eine Verbindung zu diesen herstellen.

Durch Massagen der Fußreflexzonen wird demnach die natürliche Freisetzung von Hormonen angeregt und die Großhirnrinde und der Thamalus (der größte Teil des Zwischenhirns) stimuliert. Eine Massage der Fußreflexzonen soll nicht nur zu einer deutlichen Linderung der Beschwerden führen, sondern auch bei Erschöpfungssymptomen gut tun.

Der Vorteil einer Massage der Fußreflexzonen ist, dass es keine Nebenwirkungen gibt, wie es bei Medikamenten der Fall ist.

3. Vitamin B12, Eisen- oder Folsäuremangel

Liegt ein Mangel an Vitamin B12, Eisen oder Folsäure vor, helfen Nahrungsergänzungsmittel oder ein ausreichender Konsum von Fleisch, Fisch, Eiern (Vitamin B12), Kürbiskernen, Spinat, Haferflocken (Eisen), sowie Salat, Tomaten, Spargel, Kohl und Vollkornprodukten (Folsäure). Vegetarier können Vitamin B12 alternativ über Sauerkraut aufnehmen.

Hier erfahren Sie näheres über die "Vorteile von Vitamin B12".

4. CBD Öl

Eine weitere Methode, die sowohl gegen die Schlafstörungen, als auch gegen unruhige Beine hilft, ist CBD Öl.

CBD Öl ein Extrakt, das aus der Cannabispflanze extrahiert wird. CBD Öl ist frei verkäuflich und kann in Deutschland und Österreich legal erworben werden, da es als Wirkstoff nur das nicht-psychoaktive Cannabinoid Cannabidiol enthält.

Somit wirkt es nicht berauschend oder suchtfördernd, soll aber beruhigend und schlaffördernd wirken. Es gibt viele Erfahrungsberichte, welche von einer Verbesserung der Symptome durch CBD Öl handeln. Neben Schmerzlinderung kann CBD auch die Nerven positiv beeinflussen.

5. Gesunde Ernährung und Lebensweise

Hat man unruhige Beine, können Alkohol, Nikotin und Koffeein die Symptome verstärken und sollten deswegen vermieden werden. Auch Stress sollte falls möglich, reduziert werden. Dies lässt sich zum Beispiel durch Entspannungstechniken erreichen.

Beim RLS sollte auf eine gesunde und entzündungshemmende Ernährung geachtet werden. Eine entzündungshemmende Ernährung zeichnet sich dadurch aus, dass sie nährstoffreich, antioxidantienreich, basenüberschüssig und giftarm ist, viel Omega-3-Fettsäuren und wenig Omega-6-Fettsäuren beinhaltet.

Das bedeutet: Regelmäßig müssen Gemüse, Beeren, Obst, Nüsse, Fisch, Speiseöle und möglichst wenig tierische Fette auf dem Speiseplan stehen.

 

Fazit

Die genaue Ursachen des Restless Legs Syndrom sind noch weitesgehend ungeklärt. Dementsprechend gibt es insbesondere beim primären Restless Legs Syndrom nicht viele Behandlungsmöglichkeiten.

Oft wird davon ausgegangen, dass eine Fehlfunktion des Nervensystems dafür verantwortlich ist. Daher ist ein gesunder und fitter Körper ein sehr großer Vorteil gegen die Beschwerden zu kämpfen.

Hat man unruhige Beine, sollte man als erstes einen Arzt konsultieren, damit dieser die richtige Diagnose stellen kann. Auch eine Massage der Fußreflexzonen, die Zufuhr von Vitamin B12, Folsäure und Eisen, CBD Öl, eine gesunde Ernährung und der Verzicht auf Alkohol, Nikotin und Koffeein können die Lebensqualität bei RLS verbessern.

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